Stadtbezirk Stuttgart-Nord - Ruhepol im Stadtzentrum

Stadtbezirk Stuttgart-Nord - Ruhepol im Stadtzentrum

Wie es der Name suggeriert, ist Stuttgart-Nord der nördlichste Innenstadtbezirk Stuttgarts. Gemessen an seiner Fläche von 681,5 ha und seiner Einwohnerzahl von 25,5 Tausend handelt es sich um einen Stadtbezirk von mittlerer Größe. Wer jetzt an Durchschnitt denkt, wird von Stuttgart-Nord jedoch sehr positiv enttäuscht: Der Stadtbezirk ist einer der schönsten in Stuttgart und bietet neben besten Wohnlagen auch noch wunderschöne Naherholungsgebiete. Besonders gelungen gestaltet sich hier zudem die harmonische Verbindung von Gewerbeflächen in Kessellage und besonders hochwertigen Siedlungsflächen am Kesselrand mit viel Grün und tollen Aussichtspunkten auf die Stadt.

Erholung mitten in der Stadt

Wer Stuttgart-Nord besucht, dessen Ziel ist häufig der Killesberg. Der Killesberg ist Teil des ‚Grünen U‘, gehört zu den schönsten Naherholungsgebieten Stuttgarts und bietet gestressten Stadtbewohnern und -bewohnerinnen den perfekten Ausgleich. Ob Höhenpark Killesberg, Höhenfreibad Killesberg oder Perkins Park: Hier kommen nicht nur Familien mit Kindern, die Entspannung suchen, auf ihre Kosten, sondern auch die Feierwütigen, die den Stress des Alltags zwischen Bar und Beat vergessen möchten.

Der Höhenpark Killesberg bietet zahlreiche Attraktionen, insbesondere für Kinder. Nicht nur die Killesbergbahn lädt hier zu einer kurzweiligen Rundfahrt ein, auch die vielen Tiere, zu denen Gänse, Ziegen und Alpakas gehören, sind echte Hingucker für kleine Gäste. Neben einem Streichelzoo und einem großen Spielplatz gibt es hier in den Sommermonaten zudem einen Miniaturjahrmarkt mit Buden und Karussell zu erkunden und zu erleben.

Wer hoch hinaus will, wird den Killesbergturm erklimmen. Dieser wurde im Jahr 2001 errichtet und zeichnet sich durch seine gleichermaßen filigrane und haltbare Stahlkonstruktion aus. 2002 gewann er den Ingenieurbau-Preis für seine außergewöhnliche Architektur. Der Killesbergturm erhebt sich 42 Meter über den Killesberg hinaus und bietet einen unvergesslichen Blick über Stuttgart und die angrenzenden Gemeinden. Wer von der Kletterei geschafft ist, kann anschließend im Höhencafé Killesberg entspannen, das direkt am Fuße des Turms gelegen ist, oder sich ein schattiges Plätzchen im Park zwischen Blüten, Bäumen und Teichen suchen.

Weitere ausgezeichnete Aussichtspunkte stellen neben dem Killesbergturm auch der Bismarckturm auf dem Gähkopf und der Kriegsbergturm im Stadtteil Relenberg dar. Letzterer ist für die Öffentlichkeit geschlossen und kann nur zu besonderen Anlässen bestiegen werden.

Stätte für Kunst und Kultur

Die große Ruhe, die mittlerweile fest zum Killesberg gehört, ist ein relativ neues Phänomen. Bis 2007 war hier das alte Messegelände zu finden, das über das ganze Jahr als Besuchermagnet für Ausstellende und Teilnehmende gleichermaßen diente. Doch das Gelände war verkehrstechnisch schwer zu erreichen und wurde daher bis 2009 komplett zurückgebaut und umgenutzt. Die Messe zog zum Flughafen um und erfreut sich seither einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung.

Neben dem Killesberg bildet auch der Pragfriedhof einen grünen Ruhepol des Stadtbezirks. Es handelt sich hierbei um einen der größten Friedhöfe Stuttgarts, auf dem unter anderem Eduard Mörike und Ferdinand von Zeppelin ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Wer Kunst und Kultur schätzt, wird in Stuttgart-Nord schnell fündig. Hier ist nicht nur die Staatliche Akademie für Bildende Künste angesiedelt, hier ist auch die Weissenhofsiedlung zu finden. Letztere wurde 1927 errichtet und gilt als Meilenstein moderner Architektur. Federführend in ihrer Entstehung waren bekannte Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe, Gropius und Le Corbusier. Das Weissenhofmuseum befindet sich ebenfalls auf dem Gelände und ist in einem Haus untergebracht, das von Le Corbusier und Pierre Jeanneret entworfen wurde. 2016 wurde es zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die in der Nähe befindliche Kochenhofsiedlung, die nur noch zum Teil erhalten ist, wurde 1933 errichtet. Sie stellt aufgrund ihrer traditionalistisch beeinflussten Holzbauweise einen Gegenentwurf zur Weissenhofsiedlung dar und wurde daher von Gegnern dieser Bauweise auch abschätzig als ‚Holzwurmsiedlung‘ bezeichnet. Wer Einblicke in die deutsche Geschichte erhaschen möchte, sollte das Theodor-Heuss-Haus besuchen, das nur wenige Gehminuten vom Bismarckturm entfernt ist.

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Der Höhenpark Killesberg: Naherholung und Treffpunkt

Wohnen in Stuttgart-Nord

Stuttgart-Nord ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Die Nähe zum Hauptbahnhof im Süden des Bezirks sorgt für eine ausgezeichnete Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zahlreiche U-Bahn-Strecken laufen entlang der Grenzen von Stuttgart-Nord, die U5 und U17 fahren in den Bezirk hinein. Die Haltestelle ‚Nordbahnhof‘ bietet S-Bahn-Reisenden einen Zugang zum Stadtbezirk. Was via U- oder S-Bahn nicht erreicht werden kann, wird durch Busse angesteuert. Durch den östlichen Bereich des Stadtbezirks verläuft die Bundesstraße 27, noch weiter im Osten bildet die S-Bahn-Trasse die Grenze zu Bad Cannstatt und Stuttgart-Ost. Der Pragsattel im Norden des Bezirks bildet den Verkehrsknotenpunkt schlechthin, der Stuttgart Nord nicht nur mit seinen Nachbarbezirken Feuerbach und Bad Cannstatt verbindet, sondern der auch über die B10 und B27 einen schnellen Zugang zur Innenstadt und zum Fernverkehr ermöglicht. Von hier aus fahren U-Bahnen und Busse auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln Reisende in die Innenstadt und ins Umland.

Lebensqualität ist in Stuttgart-Nord die Regel. Die Altersstruktur der Bewohner von Stuttgart-Nord ist sehr ausgeglichen, die gute Wohnlage wird von Jung und Alt gleichermaßen geschätzt. Der Stadtteil ist auffallend grün und zwischen den Siedlungen mit Bäumen und Grasflächen bedeckt. Gut ein Viertel der Einwohner von Stuttgart-Nord kommt ursprünglich nicht aus Deutschland, weswegen nicht zuletzt zahlreiche internationale Gaststätten zum Genuss ethnischer Delikatessen einladen. Auch das Vereinsleben bietet hier für nahezu jedes Interesse die passende Betätigung, sei es Tennis, Reiten, Musik oder Naturschutz, um nur einige zu nennen.

Immobilienpreise in Stuttgart-Nord

Die vielen Top-Wohnlagen, die in Stuttgart-Nord weit verbreitet sind, sorgen für hohe Immobilienpreise. Der Kauf eines Hauses kostet im Schnitt rund 1,3 Mio Euro, der Kauf einer Wohnung schlägt mit durchschnittlich 4.975 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Für einen Neubau sind Preise von rund 8.000 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit mehr. Im Schnitt ist das Spitze in Stuttgart und damit ist dies der teuerste Stadtbezirk der Landeshauptstadt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass rund 73 % der Einwohner von Stuttgart-Nord zur Miete wohnen. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei 12 EUR/m2, Tendenz weiter steigend. Ein weiteres Fünftel lebt in Eigentumswohnungen.

Nur selten ergibt sich die Gelegenheit dafür, sich ein Haus in Stuttgart-Nord zu sichern. Das Angebot ist sehr gering und die Nachfrage hoch.

Dies führt dazu, dass obwohl sich die Immobilienpreise in Stuttgart-Nord bereits auf einem sehr hohen Niveau befinden, diese weiter angestiegen. Die Mietpreise verzeichnen in den vergangenen 12 Monaten ein Plus von 3,5 Prozent, die Kaufpreise von Wohnungen stiegen rasant mit +15,5 Prozent. Aufgrund sehr weniger Hausverkäufe lassen sich für deren Preisentwicklung keine Veränderungen der Kaufpreise messen.

Die anhaltende Beliebtheit der Vorzüge in dieser Wohnlage wie auch die allgemein wirtschaftliche Stärke in der Region lassen derzeit darauf schließen, dass auch bei einem Blick in die Zukunft die Immobilienpreise weiter stabil bleiben und voraussichtlich noch weiter ansteigen.

Weitere Zahlen und Fakten zum Stadtbezirk Stuttgart-Nord erhalten Sie im Stuttgarter Immobilienmarktbericht 2017/2018

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