Raum optisch vergrößern – 10 Tipps für kleine Wohnungen

Raum optisch vergrößern – 10 Tipps für kleine Wohnungen

Natürlich kann man ein kleines Zimmer oder eine kleine Wohnung nicht einfach größer machen. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, eine kleine Räumlichkeit größer erscheinen zu lassen. Dazu braucht es nur ein paar optische Spielregeln und die passende Einrichtung. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:

Tipp 1: Helle Farben und die richtigen Muster

Beim Boden fängt es an: Werden Bodenbeläge oder Teppiche in hellen Farben gehalten, können kleine Räume größer aussehen. Ähnlich ist es übrigens mit hellen Wandfarben. Auch Tür- und Fensterlaibungen oder Schrägen sollten weiß gestrichen werden. Falls farbig tapeziert wird, wirkt auch ein schmaler weißer Streifen direkt unterhalb der Zimmerdecke für kleine optische Wunder. Bei der Verlegung von Parkett in kleinen Räumen sollten Sie darauf achten, dass ein queres Parkettmuster den Raum optisch verbreitert. Wird das Parkettmuster längs der Raumlänge verlegt, wirkt der Raum hingegen gestreckt. Generell lassen kleinteilige Parket- oder Teppichmuster einen Raum größer erscheinen.

Tipp 2: Die richtigen Farbakzente

Um einen Raum optisch zu vergrößern, gilt generell: Kleine Räume vertragen helle Wände besser als dunkle. Wem weiße Wände jedoch zu langweilig und unpersönlich sind, kann eine Wand farblich hervorheben oder mit einer gemusterten Tapete akzentuieren. Dabei ist stets empfehlenswert, warme und freundliche Farbtöne zu wählen. Auf jeden Fall sollten immer auch die Fußleisten in Wandfarbe mit gestrichen werden. Dadurch schaffen Sie fließende Übergänge.

Tipp 3: Die richtige Beleuchtung

In kleinen Räumen ist Tageslicht Gold wert! Auch mit der richtigen künstlichen Beleuchtung kann gut ‚geschummelt‘ werden. So wirkt ein kleiner Raum viel größer, wenn Sie statt nur einer Deckenlampe mehrere Lichtinseln im ganzen Zimmer verteilen. Kombinieren Sie beispielsweise Steh- und Tischlampen.

Tipp 4: Ordnung im richtigen Maß

Gerade kleine Räume wirken besonders schnell unordentlich. Zu penible Ordnung lässt den Raum wiederum leblos und steril erscheinen. Auf jeden Fall sollten Sie für ausreichend Stauraum sorgen. Nutzen Sie zum Beispiel den freien Platz unter dem Bett für Bettkästen oder Kleidung, die sie saisonbedingt gerade nicht tragen. Wenn Sie generell über wenig Wohnraum verfügen, sollten Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Deshalb gilt, auch wenn es Ihnen schwerfallen sollte: Trennen Sie sich von allen Dingen, die Sie nicht mehr brauchen!

Tipp 5: Freie Flächen schaffen

Eine kleine Wohnung wirkt großzügiger, wenn das Auge viel leere Fläche wahrnimmt. Es ist deshalb ratsam, die Möbel an die Wand zu stellen und in der Mitte eine große freie Fläche zu lassen. Diese können Sie mit einem Teppich zusätzlich als optisches Zentrum markieren.

Der Trick mit der freien Fläche gilt übrigens auch für die Wände. Suchen Sie sich eine Wandseite aus, die Sie bewusst mit wenigen Möbeln verstellen. Ein zentral angebrachtes großes Wandbild lässt den Raum größer wirken, als wenn Sie die Wand mit vielen kleinen Bildern dekorieren.

Tipp 6: Der Spiegeltrick

Statt eines Wandbilds können Sie aber auch einen großen Spiegel in einem dekorativen Rahmen anbringen. Das vergrößert den Raum optisch und wirkt wie ein weiteres Fenster, da es zusätzlich auch die Lichtmenge im Raum vergrößert. Ein Spiegel lässt sich übrigens auch an großen Schranktüren anbringen.

Tipp 7: Großzügige Vorhänge

Um einen Raum optisch zu vergrößern, hilft auch der folgende Trick: Wählen Sie große Vorhänge und lassen Sie sie ein gutes Stück neben und über Ihrem Fenster hinausragen. Der wallende Stoff vermittelt die Illusion einer größeren Wandfläche. Setzen Sie dabei auf helle, luftige Stoffe wie beispielsweise Polyester. Schwere und dunkle Vorhänge dagegen lassen den Raum kleiner wirken.

Tipp 8: Die richtigen Möbel

Sperrige, klobige Einrichtungsstücke hinterlassen einen gedrungenen Eindruck. Setzen Sie vielmehr auf schlanke Formen, filigrane Möbelbeine und durchsichtige Materialien. Glänzende, helle Möbeloberflächen lassen einen Raum ebenfalls größer erscheinen. Versuchen Sie auch, so viele Einbaumöbel wie nur möglich zu verwenden.

Tipp 9: Funktionsmöbel

Für kleine Wohnungen und Zimmer bietet es sich zudem an, flexible Möbel mit Mehrfachnutzen zu verwenden, zum Beispiel einen Couchtisch mit Stauraum oder ein aufklappbares Schlafsofa. So sparen Sie sich ein eigenes Gästezimmer. Auch Möbel mit Rollen können eine gute Idee sein. Praktisch sind außerdem Polsterhocker und Poufs: Mal dienen sie zum Hochlegen der Füße, mal als Sitzplatz oder als Ablage.

Tipp 10: Gut planen

Bevor Sie Anschaffungen, insbesondere Möbel, für Ihre kleine Wohnung tätigen, sollten Sie sich den Grundriss Ihrer Wohnung anschauen. Denken Sie daran, genügend freie Fläche einzuplanen. Notieren Sie vor Einkäufen am besten die genauen Maße, die ein gewünschtes Möbelstück maximal haben darf. Können Sie nicht alle gewünschten Möbel unterbringen, setzen Sie Prioritäten: Was ist Ihnen wichtig? Wenn Sie zum Beispiel zuhause wenig Büroarbeit machen, brauchen Sie keinen Schreibtisch. Wenn Sie sich jeden Abend auf Ihr Sofa freuen, sollten Sie diesem einen festen Platz einräumen. Vermeiden Sie generell auch spontane Einkäufe nach dem Motto: Dafür findet sich zu Hause schon ein Platz!

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