Rosensteinviertel Stuttgart - Zukunftsorientiert Leben, Wohnen und Arbeiten

Rosensteinviertel Stuttgart - Zukunftsorientiert Leben, Wohnen und Arbeiten

Bis Ende Oktober 2019 war eine kostenlose Ausstellung zum städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein-Quartier in Stuttgart zu besichtigen. Das Rosensteinviertel Stuttgart gilt derzeit als größtes Bauprojekt, das in naher Zukunft in der Stadt verwirklicht werden soll.

Bei der Eröffnungsveranstaltung am 27. September in der Kirche St. Maria sagte Detlef Kron, Leiter des Amts für Stadtplanung und Wohnen: „Der städtebauliche Wettbewerb Rosenstein war ein voller Erfolg: Mit über 50 eingereichten Arbeiten internationaler Planungsbüros hat die Stadt Stuttgart eine hohe Bandbreite an Gestaltungsideen für das künftige Rosenstein-Quartier erhalten. Damit sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter nun auch ein Bild davon machen können, stellen wir die Ergebnisse in den kommenden vier Wochen in der Kirche St. Maria aus.“ Das Rosensteinviertel Stuttgart sei eine große Chance, ein sinnvoll nachhaltiges Stadtviertel zu kreieren, so Detlef Kron.

Lageplan Rosensteinviertel Stuttgart

Lageplan (Zeichnung: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Städtebaulicher Wettbewerb mit Bürgerbeteiligung

Im Sommer 2018 hatte die Stadt Stuttgart den internationalen Wettbewerb ausgeschrieben. Ziel war es, einen städtebaulichen Entwurf als Leitbild für die zukünftige Entwicklung des Rosenstein-Quartiers zu erhalten. Insgesamt 54 internationale Planungsbüros nahmen an der Ausschreibung teil. Zuvor hatten die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Wünsche und eigenen Vorstellungen für das Rosenstein-Quartier auf diversen Veranstaltungen der Stadt zu äußern. Diese wurden später bei der Auslobung des Wettbewerbs berücksichtigt.

Das Rosensteinviertel gilt derzeit als größtes Bauprojekt, das in naher Zukunft in Stuttgart verwirklicht werden soll. Es erstreckt sich zwischen Hauptbahnhof, Nordbahnhofviertel, Rosensteinpark und Schlossgarten. Mitten im Herzen der Stadt bietet es 85 Hektar Fläche für zukunftsorientiertes Wohnen und Arbeiten. Das Gebiet soll sich zu einem urbanen Stadtteil mit hoher Nutzungsvielfalt, öffentlichen Räumen und kulturellen Angeboten entwickeln. Außerdem soll das Bauprojekt unter klimagerechten Gesichtspunkten entwickelt werden. Neben der Erweiterung der Parkanlagen spielt dabei auch das Leitbild des Energie-Plus-Quartiers eine große Rolle: Die künftigen Gebäude sollen mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen.

Grün, kommunikativ und vorausschauend

Als Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs wurde Anfang April das Büro asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitektur gekürt. Ihr Entwurf schlägt gut vernetzte Areale mit einem urbanen Park als architektonischem Rückgrat vor. „Wir haben eine robuste, tragfähige Blockstruktur entwickelt, die einerseits Qualitäten festschreibt, andererseits aber auch offen für kommende Prozesse ist“, erklärten Cem Arat und Markus Weismann, Partner im Büro asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitektur, ihre Vision für den neuen Stadtteil. Vorhandene Strukturen sollen gestärkt und neu interpretiert, Bestehendes soll mit Kommendem verbunden werden.

Spannende Dramaturgie entlang der Parkkante

Die Jury des Wettbewerbs sagte nach der finalen Entscheidung, dass der Entwurf von asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitektur „den klassischen Städtebau einer dichten europäischen Stadt mit einer spannenden Dramaturgie entlang der Parkkante widerspiegelt “. Die vernetzte Stadt bilde den Fokus der Planungsbüros. Entlang der historischen Achse, die sich von Schloss zu Schloss zieht, werde ein gelungener Dreiklang zwischen Hauptbahnhof, neuem Konzerthaus und Schloss Rosenstein geschaffen.

Das zentrale Element des neuen Stadtteils soll der „Gleisbogenpark“ werden. Wie ein grünes Band ohne jegliche Bebauung soll die markante Form der Gleistrassen erhalten bleiben, die momentan das Nordbahnhofviertel in einem großen, sanften Bogen umfahren. Der urbane Park soll aber auch zahlreiche Freizeit-, Sport- und Kulturbauten sowie soziale Einrichtungen beherbergen. Weiterhin wird er Möglichkeiten für stadtverträgliche landwirtschaftliche Nutzung wie Urban Gardening bieten. Ein Teil der Flächen soll von den Anwohnern gemeinsam gestaltet werden.

Gleisbogenpark und Park Rosensteinviertel Stuttgart

Gleisbogenpark (Isometrie: asp Architekten GmbH/Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Entlang der Parkachse sollen vier neue und ganz eigenständige Viertel entstehen. Jedes Quartier erhält einen eigenen sogenannten „Quartiershub“, in dem sich die soziale Infrastruktur befindet. Der Entwurf von asp sieht außerdem ein differenziertes Mobilitätssystem vor: Bereits an den Rändern der Quartiere soll der Individualverkehr abgefangen und in die zentralen Quartiersgaragen geleitet werden. Die Nachbarschaften bleiben so weitestgehend autofrei, lediglich Anliegerstraßen verbinden die Quartiere miteinander. Flächendeckend soll es Angebote für elektrisches Carsharing sowie ein durchgängiges Radwegenetz entlang der Parkachse geben.

Der Entwurf von asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitektur wird die Entwicklung des Rosenstein-Quartiers maßgebend mitbestimmen. Bis das Rosensteinviertel Stuttgart tatsächlich entsteht, kann es jedoch noch bis 2030 dauern, da das Bauprojekt vom Fortgang des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 abhängt.

Weitere Visualisierungen und Bilder

Gleisbogenpark mit vielfältigen Möglichkeiten zur Aneignung

Gleisbogenpark mit vielfältigen Möglichkeiten zur Aneignung (Visualisierung: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Grüner Quartiersplatz

Grüner Quartiersplatz (Visualisierung: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Freiraum in der Maker City mit Aneignungsflächen für Bewohner und Gewerbe

Freiraum in der Maker City mit Aneignungsflächen für Bewohner und Gewerbe (Visualisierung: asp Architekten GmbH/Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

See am Übergang zum Schlossgarten

See am Übergang zum Schlossgarten (Visualisierung: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Wohnstraße (Visualisierung: asp Architekten GmbH/Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

See am Übergang zum Schlossgarten (Visualisierung: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Regelwerk Rosenstein-Quartier: robuster Rahmen und flexible Bausteine

Regelwerk Rosenstein-Quartier: robuster Rahmen und flexible Bausteine (Piktogramm: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

Regelwerk Maker City

Regelwerk Maker City (Piktogramm: asp Architekten GmbH / Koeber Landschaftsarchitektur GmbH)

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